Jamie Oliver var noskimwords = 'true'; var _comscore = _comscore || []; _comscore.push({ c1: "2", c2: "17817337" }); (function() { var s = document.createElement("script"), el = document.getElementsByTagName("script")[0]; s.async = true; s.src = (document.location.protocol == "https:" ? "https://sb" : "http://b") + ".scorecardresearch.com/beacon.js"; el.parentNode.insertBefore(s, el); })(); (function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){ (i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o), m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m) })(window,document,'script','//www.google-analytics.com/analytics.js','ga'); ga('create', 'UA-38610140-1', 'auto'); ga('send', 'pageview');

Zuckerstangen und Totenköpfe

 
DEC 12 @ 15:18

by Benedikt Ernst

Ich bin ja noch nicht allzu lange Einwohner dieser wunderbaren Stadt. Erst seit einem guten halben Jahr darf ich mich als Hamburger bezeichnen, erlebe also in diesem Jahr meine erste Weihnachtssaison in der Hansestadt. Nun ist es so, dass meine ursprüngliche Heimat Franken für den populärsten Weihnachtsmarkt Deutschlands bekannt ist, den Nürnberger Christkindlesmarkt. Und obwohl ich für gewöhnlich entspanntere Ausflugsorte als das pulsierende Gewusel eines Weihnachtsmarktes vorziehe, war ich in so gut wie jedem Jahr in Nürnberg zu Gast (selbst in der Zeit zwischen 13 und 17 Jahren, in der ich mich offiziell zu cool für bunte Lichter und heiße Getränke fühlte). Natürlich stellte sich mir die Frage, ob mich ein Weihnachtsmarkt ohne Nürnberger Lebkuchen und Nürnberger Rostbratwürsten mit Sauerkraut ebenso begeistern kann. Am Abend des dritten Advents konnte ich diese Frage getrost mit „Ja“ beantworten.

Es ging los mit dem historischen Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz. Vor dem mächtigen Rathaus schlängeln sich hier jedes Jahr Millionen von Hamburgern und Touristen aus aller Welt durch die thematisch aufgeteilten Gassen – Ich für meinen Teil wurde natürlich magisch von der Spezialitäten-Gasse angezogen. Was in Nürnberg die Bratwürste sind, ist hier in Norddeutschland natürlich der Grünkohl. An zahlreichen Ständen kann man in Genuss der gehaltvollen Mahlzeit kommen, sollte man sich nicht für exotischere Leckereien entscheiden. An Auswahl mangelt es sicher nicht: Beim Walliser Raclette wird die Schnittfläche eines halben Käselaibes direkt unter einer Glühlampe angeschmolzen und anschließend noch dampfend heiß auf ein Stück Brot geschabt – superlecker! Es werden Maroni geröstet, Würstchen aller Art gebraten und frisches Fladenbrot gebacken, von den süßen Schmankerln ganz zu schweigen: Besonders hat es mir der ungarische Baumstriezel (ungarisch: Kürtőskalács) angetan, der mir von einer Kollegin empfohlen wurde. Hierfür wird Hefeteig auf einem dicken Holzstab aufgerollt, gezuckert und anschließend gegrillt. Garniert mit Kokos- oder Schokoraspeln wird das Gebäck zur saftigen Delikatesse. Für die Nascherei in den eigenen vier Wänden packe ich noch Schichtnougat und ein kleines Marzipanbrot in meine Tasche.

Und weil das Kalorienzählen ebenso gut auf den Frühling verschoben werden kann, ging es gleich weiter auf den etwas gemütlicheren Weihnachtsmarkt im Stadtteil Ottensen. Auch hier geht es international zu: Churros aus Spanien, Biryani-Reis aus Sri Lanka, Bisonwurst aus Kanada oder warmer Burgunderschinken im Roggenbrötchen machen die Wahl beinahe zur Qual (die Betonung liegt auf „beinahe“). Zwischen den Schlemmer- und Handwerkerbuden findet sich außerdem ein kleiner Stand, über den man in anderen Städten wohl verwundert die Augenbrauen hochziehen würde: Unter weihnachtlicher Dekoration gibt es ausschließlich rabenschwarze Produkte mit grimmigen Totenkopf-Prints zu kaufen, am Stand der Kiez-Kicker vom FC St.Pauli. Kleine Kinder in Totenschädel-Montur lutschen selig an ihren Weihnachts-Süßigkeiten – in Hamburg kein ungewöhnlicher Anblick.

Rechtzeitig zum berühmten Sonntagskrimi komme ich in meine Wohnng zurück, nicht ohne noch ein paar frisch frittierte Kartoffelchips mit Sweet-Chili-Dip mitgenommen zu haben. Und am Ende des Tages steht die Gewissheit, dass gutes Essen immer noch der zuverlässigste Auslöser für Weihnachtsstimmung ist.

1 reply

Login or register to make a comment

DEC 12 @ 19:31

by testaz

20

Pages: 1
var signup = { alphapopper: '#popup1', thanks_gift_image: 'gift-card-wine-us.png', ignore_cookie: false, is_logged_in: false, is_carl:false, is_allowed: true, is_dormant: false }