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Ich lerne frühstücken

 
DEC 19 @ 13:29

by Benedikt Ernst

Ich bekenne mich schuldig: Entgegen aller medizinischen Empfehlungen und aller Stimmen, die das Frühstück als die wichtigste Mahlzeit des Tages lobpreisen, habe ich die Vormittage der letzten Jahre in der Regel mit leerem Magen verbracht.

Dabei ist es nun wirklich nicht so, dass ich ein gutes Frühstück nicht schätze. An den Wochenenden schlafe ich genüsslich aus, gehe Brötchen beim Bäcker und frisches Obst auf dem Wochenmarkt ums Eck holen. Es gibt Rührei mit Kirschtomaten und Chili, Joghurt, Müsli und Ziegenkäse. Wenn ich satt bin, lese ich die Zeitung und schenke mir Kaffee nach. Ja, an Wochenenden zelebriere ich das Frühstück. Doch an genau zwei der aufgezählten Punkte scheitert diese Umsetzung unter der Woche: Zum einen fällt das genüssliche Ausschlafen weg, zum anderen die lange Zeit, die zwischen Aufstehen und Frühstück vergeht. Kurz: Wenn ich von meinem Wecker wach geprügelt werde und die knapp bemessene Zeit zum größten Teil im Bad verbringe, bekomme ich schlicht und einfach nichts runter.

In meinem Kopf erklingen die Stimmen meiner Frühstücks-affinen Freunde. Wie ich es denn nur schaffen würde, ohne einen frisch gepressten Waldbeeren-Ingwer-Smoothie und einen Vollkorntoast mit Brie und rosa Pfeffer überhaupt aus dem Bett zu kommen, geschweige denn mir selbst die Schuhe zuzubinden? Dazu kann ich nur sagen: Es geht. Doch es rächt sich. Mein knapp unter Normal-Null pendelnder Blutzuckerspiegel raubt mir oft einen beachtlichen Teil meiner Konzentration und täglich gegen 11 Uhr walzt sich ein furchterregendes Donnergrollen durchs Büro, das schon so manchen zur Annahme verleitete, im benachbarten Hamburger Hafen würde ein Containerschiff havarieren. Dabei war es stets nur der Hilfeschrei meines Magens nach einer Handvoll Kohlenhydrate. Und beim heißhungrigen Mittagessen werden die am Frühstückstisch eingesparten Kalorien natürlich doppelt und dreifach zunichte gemacht. Nicht besonders clever.

So durfte es nicht weitergehen. Seit knapp zwei Wochen frühstücke ich nun täglich, und es fühlt sich an, als wäre ich seit Jahren auf der Liegewiese mal wieder in das Schwimmbecken gestiegen. Es ist ungewohnt, aber angenehm - schließlich weiß ich ja noch, wie es geht. Die wenigen Löffel vom leckeren Biomüsli bekomme ich inzwischen schon viel leichter herunter als noch am Anfang und seit letzter Woche gibt es sogar einen Apfel dazu. Im Moment sprechen wir noch von einem winzigen Mäusefrühstück und trotzdem ist der Effekt spürbar. Keine bangenden Blicke mehr auf die Uhr, wenn der Magen die Mittagspause herbeizurufen versucht. Von der stets geringer werdenden Müdigkeit und der erhöhten Aufmerksamkeitsspanne ganz zu schweigen. Und besonders schön ist die Erkenntnis, dass ich für all das nicht wesentlich früher aufstehen muss.

Es gibt noch einiges zu entdecken, aber schon jetzt bin ich zum überzeugten Frühstücker geworden. Was kommt als nächstes? Frisch geschrotetes Müsli? Vollkornbrot mit selbst gemachter Marmelade? Irgendwas mit Quark? Ich bitte um Vorschläge!

Foto: TinyApartmentCrafts/flickr

2 replies

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JAN 03 @ 23:28

by mummza

TinyApartmentCrafts/flickr is  the photo something that was being sold a the craft fayre ?
I can see tht the bacon and eggs are not real and are in an unused pan... is it a fridge magnet ?

 
JAN 10 @ 08:54

by Benedikt Ernst

Hi mummza,
The eggs and bacon are made from felt. I found the picture on flickr and thought it would fit perfectly with my blog about breakfast smile But I have no idea, if these things can be purchased anywhere...http://www.flickr.com/people/gabby-girl/

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